APOLLO

Wuppertal - Elberfeld (Nordrhein-Westfalen), Kasinostr. 25

eröffnet: 1950
geschlossen: 1962
Sitzplätze: 812 (1950) -  816 (1959)
Architekt: Werner Klotzbach
Betreiber:
Eugen Schultheiß 1950-1962                                                                      

Keimzelle des traditionsreichen Kinos war das 1887 eröffnete Varietétheater „Salamander“ (das spätere „Rex“) am Kipdorf, das Eugen Schultheiß 1937 in ein Filmtheater unter dem Namen „Apollo“ verwandelte. Nach der Zerstörung des Hauses bei den Bombenangriffen von 1943 zog Schultheiß mit dem „Apollo“ zunächst in die Luisenstraße und 1950 in den Neubau an der Kasinostraße. (Quelle: WZ 05.06.2012)
Schultheiß war 1949 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt.
Durch ein helles, mit hellgrünen Seiden-Tekko-Tapeten ausgestattetes Foyer, dem Kasse, Garderoben und Toiletten zweckentsprechend ein- bzw. angegliedert waren, gelangte man in den Zuschauerraum mit 816 Sitzplätzen, von denen 250 auf den über dem Foyer gelegenen Rang entfielen. Die Farbgebung des großen Raums - 40m lang, 18m breit und 12 m hoch - wurde durch die Bespannung mit weinrotem Velour im Rautenmuster, unterhalb abgesetzt mit braunem Limbaholz, und eine helle, durch Leisten quadratisch aufgeteilte Decke bestimmt. Besonders apart wirkten die aus gehämmerten Messing hergestellten Beleuchtungskörper - neben Wandfächern eine große Kronleuchter-Rosette. Die große Bühne, abgschlossen durch einen silbergrauen Parade-Vorhang, gestattete auch Bühnenveranstaltungen. Im Vorführraum waren zwei Ernemann VIIb-Maschinen zu finden.
Zur Eröffnung wurde der Film "Die wunderschöne Galathee" mit Hannelore Schroth und Gisela Schmidting gezeigt, die beide persönlich anwesend waren. W5030

Nach der Nutzung als Möbellager, bei der eine Zwischendecke in den Saal gezogen wurde,wurde es 2012 unter ursprünglichem Namen als Discothek wiedereröffnet.


Ansicht 1950 (Bildquelle: Filmwoche 30/1950)

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