CHARLOTTENTHEATER

Stuttgart (Baden-Württemberg), Ecke Holzstr./Rosenstr.

eröffnet: 1908
geschlossen: 1927
Sitzplätze:
Architekt:
Betreiber:
Leon Hauser
1925
                                                          


1908 meldete "Der Kinematograph" die Eröffnung dieses neuen Kino-Theaters an der Ecke Holzstraße/Rosenstraße. Das Haus  - auch Theater am Charlottenplatz genannt - bot gemischtes Programm mit Schwerpunkt auf Varieté. Entsprechend gab es - wie auf dem Bild zu sehen - keine Sitzreihen, sondern Tischgruppen, um eine Gastronomie während der Vorstellungen zu ermöglichen. Das Kino-Varieté befand sich im "Haus des Deutschtums".
Zur Aufstellung im Vorführraum gelangten zwei Säulenmaschinen mit dem bewährten j.Bauer-Stahlprojektor M 5. Eine der Maschinen besaß überdies für besondere Zwecke eine Stillstandsvorrichtung mit Kühleinrichtung. Beide Maschinen waren mit Spiegellampe und Dialux-Vorrichtung zum Projizieren schattenloser Lichtbilder ausgestattet. Messinstrumente für jeden Apparat, die an der großen Schalttafel angebracht waren, geben dem Vorführer eine genaue Kontrolle über den Stromverbrauch. Eine eigene Ladestation zur
Speisung der Akkumulatoren für die Notbeleuchtung war ebenfalls vorhanden. Die Vorführung erfolgte pausenlos. Der Übergang von einem Akt zum anderen bzw. von einem Apparat zum anderen geschah für das Publikum vollständig unmerklich.

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Im Frühjahr 1927 schloss das Theater "vorübergehend" seine Pforten. Eine Wiedereröffnung ist aber nicht dokumentiert.
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Nach dem Krieg zog im teilzerstörten Haus das "Planie"-Kino ein.

Über das Gebäude gibt es einen Wikipedia-Artikel, in dem der Saal und die Kinonutzung aber nicht erwähnt wird.



Saal 1925 (Bildquelle: Der Kinematograph 52/1925)

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Datum der Erstellung/letztes Update: 22.09.2021