| ODEON |
Mannheim (Baden-Württemberg) , G 7,10
| eröffnet: | 1927 |
| geschlossen: | in Betrieb |
| Sitzplätze: | 190 (1930) - 128 (2005) |
| Architekt: | |
| Betreiber: | Philipp Baßler
mind.1930-mind.1933 Käte Lorenz , Ludwigshafen-Oggersheim mind.1935-2.Weltkrieg Käte Wenz mind.1949-Anfang 60er FTB Benra , Ludwigshafen mind. 1967- 1977 (?) Thomas Esser 1978-1993 Dr.Hans Laumann seit 1993 |
Das kleine Kino eröffnete bereits 1927 in der westlichen Mannheimer Unterstadt und ist somit das älteste noch bespielte Filmtheater der Stadt.
Als Pächterin Käte Wenz Anfang der 60er den Spielbetrieb beendete (sie machte im Pforzheimer "Cinema" weiter mit einem sehr anspruchsvollem Programm ) und die Räumlichkeiten um 1965 wohl leerstanden, griff der Ludwigshafener Filmunternehmer Christian Benra zu und spielte fortan am Wochenende vorwiegend italienische Filme in Originalversion für Gastarbeiter. Herr Benra hatte hiermit eine Marktlücke entdeckt und betrieb auch einen eigenen Verleih ("Apollo"). Manche Vorstadtkinos verdienten mit solchen Vorstellungen zusätzlich etwas Geld. Spätestens mit Aufkommen von Video war dieses Konzept allerdings am Ende (erst um 2000 wurde es durch den "Maxximum"-Filmverleih mit türkischen und neuerdings durch den "Azur"-Verleih mit italienischen Filmen wiederbelebt).
Nach abermaligem Leerstand pachtete Thomas Esser das Kino und richtete im Foyer eine kleine Kneipe ein. Das "Odeon" wurde zum studentischen Programmkino. Auch der Schreiber dieser Zeilen wurde hier schnell zum häufigen Gast. Schon nach kurzer Zeit vergrösserte Esser den Kinoraum zu Lasten des nun als reinem Kassenraum dienenden Foyers (die Kneipe wanderte nach nebeanan). Bis heute hat sich an dem Konzept nicht viel geändert , lediglich die Zahl der Vorstellungen ging zurück.
Bilder Januar 2007