1953 wurde das "Neue Theater" in
Weingarten errichtet. Beim Bau musste Architekt Bäuerle Rücksicht auf
die rechte Einordnung in die Architektur am Münsterplatz zu nehmen. Um
so mehr freie Fantasie konnte er dann bei der farblich diskret
abgestimmten Gestaltung des Zuschauerraums entfalten. Die Wandmalereien
übernahm Kunstmaler Weber aus Weingarten. Die technische Ausrüstung
bestand aus Philips-Projektoren FP6, H. I.-Lampen,
Philips-Doppelverstärker EL 5310/10, große Philips-Lautsprecher -
Kombination und einer Sonora-Plastik-Wand. Zur Eröffnung wurde der Film
"Nanga Parbei 1953" mit Gipfelsieger Hermann Buhl als Stargast gezeigt.
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Die Eigentümerfirma Schiedel & Co betrieb das Kino zunächst nicht
selbst, sondern verpachtete es an die erfahrenen Filmtheaterbetriebe
Willy Burth. Erst 1959, nach Ablauf des Pachtvertrags, ging das Haus an
die Schiedel & Co. zurück. Nach der Umstellung auf CinemaScope
hatte das Filmtheater die einzige gewölbte Leinwand in Oberschwaben.
Der Verkauf des "Neuen Theaters" an die Maschinenfabrik AG,
Weingarten, die in dem seit 31. Januar 1966 geschlossenen Filmtheater
zu einem noch unbestimmten Zeitpunkt eine Werkskantine einrichten
wollten, gab Willi Burth aus Ravensburg Gelegenheit, das Gebäude und
die Einrichtung in dem Nachbarort erneut zu pachten und den
Filmtheaterbetrieb dort ab 1. März des Jahres im Rahmen seines
Theaterparks vorläufig weiterzuführen. Die Zahl der Sitzplätze wurde
dabei von 600 auf 530 reduziert.
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