TRAUMPALAST

Waiblingen (Baden-Württemberg), Bahnhofstr. 50

eröffnet: 24.01.1956
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 630 (1956) - 759/233 (1967/1977) - 299/233/70 (1978) - 295/235/70 (1997) - 250/105/110/60/150/110/250/235 (2013) - 270/190/160/130/80/70/70/50 (2024)
Architekt: Carl A. Schauer, Backnang - Carl A. Schauer, Backnang & S. Schneider, Winnenden (Piccolo 1960)
Betreiber*in:
Martha Poehlmann & Anne Schauer
Martha Poehlmann, Heinz Kaiser  & Anne Schauer
Anne Schauer
Anne Schauer & H. Kaiser
FTB Waiblingen GmbH
Heinz Lochmann
1956-
1960-mind.1962
mind.1965-mind.1967
mind.1977-1978
1979-1998
seit 1.6.1998
Kinoname: Staufen-Theater




neuer Kinoname: Traumpalast


1956 wurde das 630 Personen fassende "Staufen-Theater" eröffnet. Dies war der erste Kinoneubau in Waiblingen. Es lag im Seitenteil eines großen Geschäftshauses. Der auffällige Innenraum enthielt Drahtplastiken und Lichteffekte. Die CinemaScope-Leinwand hatte eine Breite von 11 Metern. Im Vorführraum standen zwei Ernemann X-Bildwerfer. Als Eröffnungfilm wurde "Die Barrings" gezeigt.  N5618 E5611 W5608

Westlich des "Staufen-Theaters" wurde am 25.11.1959 auf dem freien Platz dem Kino und Gesundheitsamt das über eine Hofüberdachung mit dem "Staufen-Theater" verbundene "Piccolo-Theater" mit 240 Plätzen genehmigt. Es wurde am 6. Januar 1961
eröffnet. Auf den Bauplänen stand - wohl als Arbeitstitel - der Name "Filmeck". Heizungstechnisch war es mit dem "Staufen-Theater" verbunden. Die Polsterstühle waren weiß bezogen - man vertraute damals wohl noch auf ein vorsichtiges, wohlerzogenes Publikum. Sie waren fächerförmig vor der Leinwand, die die ganze Saalbreite einnahm, aufgestellt. Eröffnungsfilm war "Das Glas Wasser".   W6105

Betreiberinnen waren zwei Frauen, Herr Kaiser fungierte zunächst als Geschäftsführer, später als Teilhaber. Das Filmtheater wurde 1978 in der Weise umgebaut, dass der unter dem Balkon liegende Teil als "Studio-Theater" abgetrennt wurde, um - wie damals üblich - einen weiteren kleineren Kinosaal zu erhalten.

1998 übernahm Heinz Lochmann das "Staufen-Theater". Nach einem durchgreifenden Umbau der ganzen Bausubstanz -verbunden mit Aufstockungen, Zwischen- und Erweiterungsbauten - entstand aus diesem Kino in den Jahren 1999/2000 der „Traumpalast" mit sieben Kinosälen und über 1.000 Plätzen. Das lnvestisionsvolumen lag bei vier bis fünf Millionen DM. Dieses Engagement, aber auch Widerstände der dortigen Anwohner, waren die Gründe dafür, dass eine planerisch angedachte Alternative eines Groß-Kinos am Remsbogen bei der Häckemühle nicht weiter verfolgt wurde.

Nach einem Konzept, das er in Schomdorf seit sieben Jahren sehr erfolgreich praktiziert hatte, wurde auch dieses neue Kino in Waiblingen gestaltet, mit modernster Technik ausgestattet und wird seither auch sehr erfolgreich betrieben. Die Eröffnung des „Traumpalastes" erfolgte in folgenden Abschnitten nach Baufertigstellung:
am 23 .12.1999 „Theatro" (ehemaliges „Piccolo")
am 23 .12.1999 „Fantasia"
am 20.01.2000 „Finale"
am 03.02.2000 "Merlin"
am 10.02.2000 "Athina"
am 06.07.2000 "Salome"
am 20.07.2000 "Juwel"

Quelle u.a: Jürgen Rieger / Stadtarchiv Waiblingen


Treppenaufgang 1956 (Bildquelle: Der Neue Film 18/1956)


Saal 1956 (Bildquelle: Filmwoche 8/1956)

Saal 1956 (Bildquelle: Filmecho 11/1956)
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