Das "Lichtspielhaus"
mit seiner 3,5 x 4,5 m großen Leinwand war bereits seit 1912 in Betrieb
1949 wurde es grundlegend umgebaut. Die Logen, die sich bisher an den Seiten
erhöht befanden, wurden in die Mitte der leicht geschwungenen Rückwand verlegt.
Dadurch konnten die Gänge zu beiden Seiten gerade durchgeführt werden. Das
Podium vor der Leinwand wurde niedriger und länger. Es reichte jetzt zur
Aufstellung eines Konzertflügels aus, so das das Kino zu Morgen- und
Solistenveranstaltungen genutzt werden konnte. An den neugewonnenen Vorraum
schloss sich ein kleiner Warteraum mit Sesseln an. Er war in
Limba-Plattenvertäfelung mit Wand- und Deckenstoffverkleidung ausgeführt. Die
gesamte wellenförmige Wandverkleidung des Theaterraums wurde heruntergenommen,
tiefrot gefärbt und glattgespannt. Sämtliche Wandsäulen und Pfeiler wurden
entfernt und machten harmonisch aufgeteilten Wandflächen Platz. Die Wandleuchten
mit Pergamentbespannung erzielten mit den großen Leuchtsäulen auf de Bühne eine
gute Lichtwirkung. Die Erneuerungsarbeiten wurden ausschließlich aus dem
gewonnenen Material durchgeführt - außer der heruntergezogenen Decke aus
Hartfaserplatten, die erforderlich war, um die Querdeckenbalken verschwinden zu
lassen. W4956
Die Striehl GmbH musste 1961 Konkurs anmelden. Während ihr Filmtheater
"Die Kurbel" a, 1. Mai des Jahres für immer die Türen schloß, konnten die beiden
anderen Kinos (Tonhalle, Lichtspielhaus) durch die Übernahme in Person des
bisherigen Geschäftsführers Heinrich Hagner gerettet werden. W6129
|