BLAUE   BRÜCKE

Tübingen (Baden-Württemberg), Friedrichstr. 19

eröffnet: 1958
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 680 (1958/1967) - 347/165/125 (2007)
Architekt: Hermann Hepper, Tübingen - Hans Kieser, Stuttgart (Umbau 1974)
Betreiber: Vereinigte Lichtspiele Lamm

In zentraler Lage Tübingens eröffneten Anni und Kurt Lamm 1958 ihr drittes Filmtheater, die „Blaue Brücke". Das Kino ist nach der benachbarten Eisenbahnbrücke benannt und entstand als freistehender Neubau.  Über ein geräumiges Foyer gelanget man in den Theaterraum, der 680 Plätze fasste.  Die Wände waren zu zwei Drittel mit blauem Samt bespannt, ein Drittel war mit hellbraunem Holz getäfelt. Die schwarze, akustikverbessernde Faltdecke, die indirektes Licht erhielt, und der graue Vorhang gaben zusammen mit der dunkelroten Cordsamt-Bestuhlung ein gedämpftes und harmonisches Bild.  Die Wandleuchten ergänzten die indirekte Beleuchtung. Die technische Einrichtung umfasste Bauer B 14-Projektoren mit Xenon 2000 Watt und Klangfilm-Anlage. Auch das neue Theater sollte - wie das „Museum" und die „Hirsch-Lichtspiele" - , dem guten und unterhaltsamen Film dienen. Ausleseprogramme und Matineen gehörten zum Spielplan.  N5880 

1974 wurde ein zweiter Saal eingebaut. Hierfür wurde das großzügige Foyer um 8 Meter verkürzt, auch der große Saal wurde auf 15 Sitzreihen verkleinert. Der Vorführraum des kleineren Saales hängt wie ein Schwalbennest an Decke und Rückwand.

Der dritte Saal kam 1989 dazu. Nach der Überwindung statischer Probleme schuf man im Untergeschoß ausreichend Platz, um den Schachtelkino-Effekt zu vermeiden. Die 1,20 Meter Reihenabstand boten gute Sicht auf die 7 Meter breite Leinwand, das dezente Grau von Bestuhlung und Wänden sorgten für angenehme Kinoatmosphäre. Eine Klimaanlage gehörte ebenso zur Ausstattung.
   

            

     
Vielen Dank an Robert Bernnat für die Bilder

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Datum der Erstellung/letztes Update: 17.01.2019