KALI (Kammerlichtspiele)

Stuttgart (Baden-Württemberg) , Marienstr. 18

eröffnet: 23.12.1915
geschlossen: 10.7.2000
Sitzplätze: 800 (1918) - 850 (1958)
Architekt:  
Betreiber: August Daub                                 1915-ca.1943

Willy Schweinfurth, Karlsruhe        1949-1957

Palast AG  Theile                          1958-2000

Die "Kammerlichtspiele" wurden 1915 in Anwesenheit der letzten württemnbergischen Königin und ihren Hofdamen als einer der ersten Kinozweckbauten Deutschlands eröffnet.

Das Gewölbe der Halle zeigte einen bestirnten Nachthimmel. Imponierend wirkte der zum Wintergarten ausgestaltete Vorraum der oberen Plätze, dessen Hauptwand ein Marmorbrunnen krönte.Vervlüfend war die Lüftungsanlage: Ein Netz von Kanälen durchzog Wände und Decken, welches der normalen Frischluftzufuhr genüge tat, während zur rechten Entlüftung 3 gewaltige Luftschläuche mit Horizontalventilatoren zur Verfügung standen, die durch Umschaltung grosse Mengen frischer Luft in den Saal zu pressen vermochten. Die Beleuchtung war durchweg indirekt. Eigenartig war der versenkte Orchesterraum unter der Bildwand, darüber scheabte eine Uhr mit durchleuchtetem Zifferblatt. Der Vorhang wurde elektrisch mit gleichzeitigem Gongschlag von der Bühne aus geöffnet.

Im 2. Weltkrieg blieben nur noch Trümmer . Aber bereits am 1. April 1949 zeigte es sich wieder mit 800 Sitzplätzen. 1986 wurde ein weitere Minikino (zur "optimalen Filmauswertung" - so der damalige Geschäftsführer Kar-Heinz Köhnlein ) im Foyer eingebaut. Im verbliebenen Restfoyer befand sich neben der Kasse eine Bistro-Bar mit 20 Sitzplätzen, die bis Filmende geöffnet hatte.

 
 
 
 
 

Vielen Dank an Robert Bernnat für die 3 unteren Bilder

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