| OSTERODER LICHTSPIELE |
Osterode (Niedersachsen), Brauhausstr. 5
| eröffnet: | 1919 |
| geschlossen: | 2006 |
| Sitzplätze: | 500 (1920) - 516 (1940) - 546 (1958) - 556 (1967) - 350 (1983) - 246 (2005) |
| Architekt: | |
| Betreiber: | Söller &
Wronsky mind.1920-mind.1922 Johannes Wist, später E. Wist mind.1924-mind.1930 Johannes Und Irmgard David mind.1940-mind.1950 E. Wist & Dr. Wist Gf: Paul Farosa 1953 Ruth Patschke 1958 Hans Wist & Co. 1967 Hans-Georg Moré mind.1980-2006 |
Betreiber war zuletzt Hans-Georg Moré, der neben den Kinos in Osterode, nämlich den Osteroder-Li und den Bahnhofs-Li, auch die Lichtspiele in Clausthal-Zellerfeld (Zentral), in Sankt-Andreasberg (Harz) (Kur-Li), in Uslar (Ilse-Th) und in Münden (H) (Schiller-Li) betrieb. Durch schwere gesundheitliche Probleme des Inhabers geriet die Firma in finanzielle Schwierigkeiten, und mit der Insolvenz des Herrn Moré endet dann 2006 der Betrieb seiner Theater abrupt.
Das Haus diente bis 1908 als "Stadtbrauhaus", wo sämtliche Bierbraurechte der Bürger 1840 zusammengeführt wurden. 1908 wurde der Braubetrieb eingesteltt. Keine Nutzung bis zum Ende des Weltkrieges, wird 1919 das Haus als Osteroder Lichtspiele eröffnet. Bis 2006 findet fast 90 Jahre ununterbrochen Kinobetrieb statt.
Alle Häuser More's waren klassische Einzeltheater, deren Erhaltungszustand brauchbar war, aber nicht mehr ganz zeitgemäß. Doch die wirtschaftlichen Verhältnisse ließen eben nicht mehr zu - die Betriebskosten waren hoch.
Das Gebäude kann von Interessierten vom Insolvenzverwalter sehr günstig erworben werden, und lohnt mit seiner Lage in Mitten des inneren Stadtkerner einer Bespielung. Wohnmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden.
Vielen Dank an Stefan Scholz die Bilder und Informationen.