| LINDENHOF - LICHTSPIELE |
Oldenburg (Niedersachsen) , Nadorster Str. 87/88
| eröffnet: | 1952 |
| geschlossen: | 1978 |
| Sitzplätze: | 700 / 511 |
| Architekt: | |
| Betreiber: | August Peter & Alfred
Osterhaus
1952-1962 Heinrich Hanenkamp 1962-1969 Karl Born 1969-1978 |
1952 berichtet die NWZ von der Eröffnung der Lindenhof-Lichtspiele am 29.August 1952 im Stadtteil Nadorst. August Peter und Alfred Osterhaus, die auch die Oldenburger Lichtspiele und dieSchauburg-Lichtspiele betrieben, richteten im Tanzsaal des Lindenhofs an der Nadorster Straße 87/89 ihr drittes Kino mit 700 Plätzen ein, dass sie etwa 1956 zur Vorführung von CinemaScope-Filmen mit einer breiteren Leinwand ausstatteten.
Die Erbengemeinschaft von August Peter betrieb die Lindenhof-Lichtspiele bis Ende 1962, dann übernahm die Capitol GmbH von Heinrich Hanenkamp das Haus.
Im Laufe der 60er-Jahre reduzierte sich die Zahl der wöchentlichen Vorstellungen von 23 auf 21. In der zweiten Jahreshälfte 1969 wurde es von Karl Born gepachtet und unter dem Namen Capitol im Lindenhof weiter geführt, er verringerte die Platzzahl von 700 auf 511 Sitze. Somit stand dem einzelnen Besucher eine größere Beinfreiheit zu, außerdem wirkte der große Saal bei weniger Besuchern nicht so leer.
Mitte des Jahres 1978 schloss er das Capitol im Lindenhof; der inzwischen 67 Jahre alte Karl Born begab sich in seinen wohlverdienten Ruhestand. Der Saal wurde anschließend von einer Tanzschule genutzt, seit vielen Jahren befindet sich hier Richters Billard- & Dartcenter im Lindenhof.
Die an der seitlichen Saalseite angebrachte Treppe, die zum ehemaligen Vorführraum geführt haben wird, erinnert noch heute genauso wie der Saalbau an die Kino-Nutzung.
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2004: Der ehemalige Kinosaal |
| Die Treppe wird wohl zum Bildwerferraum geführt haben | ![]() |
Quellennachweis:
Die Informationen zu den Oldenburger Kinos stammen aus meiner Diplomarbeit "Die Kinoentwicklung in der Region Oldenburg / Ostfriesland zwischen 1945 und 2004". Hier befinden sich auch die Angaben zu den von mir verwendeten Quellen. Als Grundlage dienten alte Filmtheater-Adressbücher, Zeitungsartikel der "NordWest-Zeitung" sowie "Protze, Judith 2004: "Oldenburger Lichtspiele Film- und Kinogeschichte(n) der Stadt Oldenburg, Oldenburg: BIS-Verlag"
Stephan Bents
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