LICHTBURG

Oberhausen (Nordrhein-Westfalen),  Elsässer Str. 26

eröffnet: 13.03.1931
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 1200 (1931) - 927 (1958) - 797 (1978) - 687/125 (1987) - 515/125/145 (1991) - 359/291/145/125/66 (2013)
Architekt: Hanns Rüttgers (Wiederaufbau 1952/Renovierung 1966)
Betreiber: Stegmann & Heitreck  (Gf)                        1931-1932
Pesch FTB                                                seit 1933                             

Die "Lichtburg" wurde 1931 eröffnet und bei einem Bombenangriff 1943 zerstört.
Am 13. Mai 1952  eröffnet die neue Lichtburg - ein hochmodernes Großstadtkino mit 872 bequemen Sitzplätzen, 150 davon tief gepolstert, die so angeordnet waren, daß die Leiwand von jedem Platz aus voll eingesehen werden konnte. Als Eröffnungsfilm lief  "Herz der Welt". Der Saal hatte auch eine 15 Meter breite und 6,2 Meter tiefe Theaterbühne. Der Zuschauerraum war über Edelholzlambris mit sattgrünem Velvet ausgespannt und eine leicht profilierte Stuck-Kasettendecke schloß den Saal ab. Profilierte Pfeiler gaben den Wandflächen eine sehr wirksame Aufteilung. Handgearbeitete Messingleuchten bilfeten besondere architektonische Effekte.  E5223

Nach einer kurzen Bauzeit von gut drei Wochen wurde die Lichtburg Oberhausen (Besitzer: W. und H. H. Pesch) am 26. März wieder eröffnet. Das Haus wurde einer grundlichen Renovation unterzogen und die Technik auf den neuesten Stand gebracht. — Der Theaterraum zeigt sich in seiner seitlichen Begrenzung in hellen Farben. Die Decke ist dunkel gehalten. Der Hauptvorhang, königsblau, in schwerem Velvet, schließt die Böhne ab. Hier befindet sich die neue große Bildwand von fast 13 m Breite und 5,5 m Höhe, auf der Filme in sämtlichen Bildformaten aufgeführt werden können. Auch die Klimaanlage wurde modernisiert. Das Fassungsvermögen von 780 Personen wurde zugunsten besserer Siehtverhältnisse und der Bequemlichkeit der Besucher wegen um rund 100 Plätze reduziert. Tatkräftig unterstützt wurden die Besitzer von ihrem technischen Leiter Oskar Schwab. Die Düsseldorfer Firma Film-Ton-Technik führte die gesamte Kinotechnik aus. Entwurf und Gesamtleitung lagen in den Händen des Architekten Hanns Rüttgers, Düsseldorf, der 1952 das Haus errichtete und auch das Gloria-Theater derselben Besitzer nach Ostern einer gründlichen Neugestaltung unterziehen wird.
Quelle: Film-Echo 28/1966

   
Ansicht 2011


 Saal 1952 (Bildquelle: Der Neue Film)

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