Meschede (Nordrhein-Westfalen),
Kaiser-Otto-Platz 6a
| eröffnet: |
28.02.1928 - 30.01.1948 (Wiedereröffnung) |
| geschlossen: |
in Betrieb |
| Sitzplätze: |
600 (1930) - 400 (1940) -435 (1950) - 424 (1962) - 170/77 (1987) - 177/104 (1997/2015) |
| Architekt: |
Hanns Rüttgers (Umbau 1942) - Hanns Rüttgers,
Düsseldorf / E. Brieden, Meschede (Wiederaufbau 1947/48) - Jos. Iseken
(Renovierung 1955) |
| Betreiber: |
Josef Böhmer
1928-1945
Kinoname: Lichtspiele Böhmer Egon Böhmer
1948-1956
neuer Kinoname: Linden-Theater Elisbeth Böhmer 1956-1994
Robert Schütte, Iserlohn 1994-mind.2013 Lukas Gebhardt, Iserlohn mind.2015-2018
Robert Schütte seit 2018
|
Das 1928
eröffnete Kino führte als eines der ersten Kinos in Westfalen den Tonfilm ein.
1942 wurde es umgebaut und modernisiert. Mit dem Film „Sein Sohn“ wurde es im
März des Jahres übergeben. Die Neugestaltung bezog sich lediglich auf die
Innenräume. Hier traten wesentliche Verbesserungen in Erscheinung. Um sämtlichen
Besuchern eine bessere Sichtmöglichkeit zu schaffen,wurde der alte Balkon
entfernt, die Plätze im Parkett dagegen vermehrt. Ferner erhielt das ganze
Theater durch Ausschachten des Bodens eine Schräge. Eine
Naturholz-Wandverkleidung ergab im Zusammenspiel mit einer die Akustik
fördernden Velourtapete ein stimmungsvolles Bild, dem sich die handgearbeiteten,
kunstgewerblichen Beleuchtungskörper anpassten. Eine neugeschaffene Bühnenpartie
mit großer Lichtvoute sowie ein schwerer Goldlamevorhang ließen von den früheren
Formen kaum noch die Form ahnen. Auch die Vorräume wurden überholt und
neugestaltet. Eine neue Kasse, eine Garderobe und Reklamekästen waren wirksam
angeordnet, um so Verkehrs- und betriebstechnisch eine bessere Abfertigung der
Besucher zu erzielen.Eine Vergrößerung erfuhr auch der Bildwerferraum, eine
vollständige Überholung die Wiedergabeanlage. Entwurf und Bauleitung lagen in
den Händen des Theater-Architekten Hans Rüttgers in Düsseldorf. FK4273
1945 fiel das
Kino wenige Wochen vor dem Kriegsende den Bomben zum Opfer. Nachdem das alte
"Linden-Theater" im Krieg zerstört wurde, beauftragte Familie Böhmer den
Düsseldorfer Kinoarchitekten Hanns Rüttgers mit der Planung eines neuen Saales,
der im Januar 1948 eröffnet wurde. Die Stuhlreihen waren im Parkett im Halbrund
aufgestellt, während der Sperrsitz gesondert erhöht aufgebaut wurde. Es gelang
trotz des noch herrschenden Mangels für den geräumigen Vorführraum moderne
Technik zu bekommen. Dank des vorhandenen Bühnenraumes konnte der Saal auch für
sonstige Kulturveranstaltungen genutzt werden. N4906
1955 wurde das Theater erneut
renoviert. Es erhielt eine Hochpolsterbestuhlung in Rot und Beige-Gold. Die
Bühne wurde ebenfalls umgebaut und erhielt einen goldfarbenen
Seide-Velvet-Vorhang. Die Wände hatten nun einen Nußbaumsockel, darüber eine
Bespannung aus Mipolam. Die Decke war in Silbergrau und Beige gehalten. Das
Theater war jetzt auch für CinemaScope eingerichtet. Ab 2. September des Jahres
liefen wieder Filme über die Leinwand, zuerst "Die Deutschmeister".
N5584

Saal 1948 (Bildquelle: Der Neue Film 06/48)
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