CAMERA

Mainz (Rheinland-Pfalz), Markt 11

eröffnet: 13.11.1915  L1547
geschlossen: 27.02.1944
Sitzplätze: 252 (1918) - 230 (1936)
Architekt:
Betreiber:
Otto Frohn
Emil Rotthäuser
Ernst Niemann, Mannheim
Alfred Simon
Lydia Elsner
Mayer & Blum
Witwe Joh. Mann
geschlossen
Heinrich Oelmann
Hans Mühlberg
1915
1918
mind.1919-mind.1921
mind.1924-mind.1926
1928
1929
1930
1932
1933-mind.1934
mind.1936-ca.1944
Kinoname: Markt-Lichtspiele







neuer Kinoname: Camera


Mitten im ersten Weltkrieg eröffnete Otto Frohn direkt am Mainzer Dom im Haus Markt 11 die "Markt-Lichtspiele". Zur Eröffnung wurden "problematische Naturen" gezeigt. Offenbar nichts für zarte Seelen, den Kinder mussten laut Zeitungsanzeige im "hochelegant ausgestatteten Warteraum" Platz nehmen. Die Betreiber wechselten des Öfteren (außer den oben genannten auch noch - laut dem Artikel "Kasse mit Aussicht" von Ralf Bonsels in den Mainzer Geschichtsblättern ein Herr Alfred Simon), Anfang der 30er-Jahre nach kurzer Spielpause dann auch der Name: Das Kino hieß jetzt "Camera" und fasste 280 Besucher im schmalen Saal zwischen Markt und Korbgasse. Im zweiten Weltkrieg blieben von dem Haus nach einem Bombenangriff am 27. Februar 1944 (laut "Der Neue Film" 1945) nur noch Trümmer übrig.
Fast an gleicher Stelle entstand nach dem Krieg das wesentlich größere "Rex".
Hans Mühlberg - der letzte Betreiber -  stammte ursprünglich aus Sachsen. Er betrieb vor dem krieg auch das "Regina". Nach dem 2. Weltkrieg ersetzte er die "Camera" an fast gleicher Stelle durch das größere "Rex" In der Schillerstraße entstand unter seiner Führung das "Residenz".
Quelle u.a:  "Kasse mit Aussicht" von Ralf Bonsels in den
Mainzer Vierteljahresheften, Jahrgang 28 (2008), Heft 1

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