Lünen (Nordrhein-Westfalen), Jägerstr. 61
| eröffnet: |
1936 |
| geschlossen: |
1967 |
| Sitzplätze: |
650 (1936/1956) - 644 (1959) |
| Architekt: |
Hanns Rüttgers, Düsseldorf (Umbauten 1940, 1953 und 1956)
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| Betreiber: |
Georg
Pflüger
Carl Lenzen
Willi Goldermann
Egon & Wolfgang Helbing |
1936-ca.1938
ca.1939-30.06.1955
01.07.1955-mind.1962 mind.1965-1967 |
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Die 1936 gegründeten "Deutsche Lichtspiele" - kurz
"Deli" - lagen in der Lünener Südstadt. Breits im Kriegsjahr 1940 fand eine
erste Renovierung statt, verbunden mit einwöchiger Schließung. Die neue helle
Farbgebung war überwiegend in Beige und Rot gehalten. Neue Beleuchtungskörper -
verbunden mit Linestra-Röhren - gaben dem Raum eine angenehme Wärme. Die
Bühnenumrahmung wurde mit schwerer Leder- und Holztapete verbreitert. Die
Vorräume passten sich dem neuen Look geschickt an. 1951 wurde das Haus erneut
durch den unermüdlichen Düsseldorfer Kinoarchitekten Hanns Rüttgers grundlegend
renoviert. Ab 6. Oktober des Jahres spielte man nach nur einwöchiger Schließung
weiter. FK40170 W5145
E5145
Ende August 1953 wurde das "Deli" nach großzügiger
Renovierung wieder der Öffentlichkeit übergeben. Neue Wandverkleidungen aus
Kunstleder,aparte Beleuchtungskörper und eine geschmackvolle Akustikdecke
verliehen dem Zuschauerraum Wärme und Gemütlichkeit. Die 11 m breite und 5 m
hohe Bühne erhielt eine moderne Bildwand zur Vorführung von Panorama, Flach- und
3 D-Filmen.
Am 1. Juli 1956 gingen das "Astoria", das "Palast"-und das
"Deli"-Theater, die zusammen über 2150 Sitzplätze verfügten, in den Besitz der
Düsseldorfer Filmtheater-Betriebe Willi Goldermann über. Die bisherigen Inhaber,
Herr und Frau Lenzen, hatten sich aus Altersrücksichten entschlossen, ihre
Theater abzugeben, nachdem sie auf eine 45-jährige Tätigkeit in der Filmbranche
zurückblicken konnten. Mit den bereits bestehenden Lichtspieltheatern in
Duisburg, Iserlohn, Düren und Hagen i. W. sowie dem damals im Bau befindlichen
Rex in Düsseldorf umfasste der Theaterpark der Willi Goldermann-Betriebe unter
Einschluss eines Beteiligungstheaters in Düren insgesamt zehn Häuser. Dazu kamen
zwei weitere Filmtheater in Duisburg und Düren, die mit den Goldermann-Theatern
durch Abschlußgemeinschaften verbunden waren. N5554
Anfang der 1960er-Jahre
beendeten die Goldermann-Betriebe ihr Engagement in Lünen. Nach einem weiteren
Betreiber schloss das Kino 1967. E6762
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Update: 19.03.2026 - © allekinos.com