CORSO

Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) ,Wredestr. 18

eröffnet: August 1958
geschlossen: 2008
Sitzplätze: 560 (1958) - 313 (2005)
Architekt:  
Betreiber: Blank & Spickert          1958-2000

Union Kinos                  2001-2003

Manfred Erbarth            2003-2005

Oliver Lebert                 2005-2008

Stadt Ludwigshafen       seit 2009

Im August 1958 wurde direkt neben dem schon länger existierenden "Regina" das "Corso" mit dem Film "Gestehen Sie , Doktor Korda" eröffnet . Der Saal ist amphitheatrisch im Obergeschoss plaziert . Im Erdgeschoss befinden sich Kassenhalle und Foyer . Links daneben ist eine Durchfahrt zum dahinterliegendem Kulturhaus . Aus diesem Grund war auch eine denkbare Verknüpfung mit dem "Regina" , welches in den letzten Jahren vor seiner Schließung ebenfalls von der Spickert-Gruppe betrieben wurde , nicht möglich .

Die Konkurrenz des neuerbauten Walzmühle-Multiplexes bewog Dieter Spickert das Kino Ende 2000 aufzugeben und an die Union-Kette zu verpachten , die sich auf sogenannte "One-Dollar-Kinos" - das heisst Kinos , die Filme ca. 3 Monate nach ihrem Bundesstart zu verbilligten Eintrittpeisen zeigen , spezialisiert hatte. Es folgten weitere Betreiberwechsel , woraus sich die schwierige Lage des Theaters erkennen lässt . Der Betreiber Oliver Lebert rückte vom Billig-Konzept wieder etwas ab und zeigte vermehrt auch Arthaus-Filme .

Als beim Pfalzbau-Theater 2007 eine Sanierung anstand, wählte man das Kino als Ausweichstandort. Zu diesem Zwecke wurde die Bühne erweitert und die Sitzplatzzahl reduziert. 2008 tendierte die Anzahl der Kinovorstellungen gegen Null und Oliver Lebert kündigte den Pachtvertrag. Als neuer Pächter fungiert die Stadt Ludwigshafen. Im Rahmen von Festivals sollen weiterhin Filme gezeigt werden - "normales" Kinoprogramm wird jedoch wahrscheinlich nicht mehr geboten.

Stand:2009

   Bilder von 2004
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
      Corso um 1980  

      Foto: Wilhelm Meinberg

                                          Corso in den 50ern - nebenan ist                                           auch das "Regina" zu erkennen.

                                          Foto: Wilhelm Meinberg

weitere Informationen im Buch "Lebende Bilder unserer Stadt" von Herbert Baum

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