In
Lauf an der Pegnitz wurden
1930 die "Kunigunden-Lichtspiele" eröffnet. Leiter des 350 Sitze
fassenden Theater war Ferdinand Mordhorst, ein bewahrter Fachmann. Das
geschickt zusammengestellte Eröffnungsprogramm brachte als
Hauptfilm "Links der Isar, rechts der Spree". Sonntags fand die erste
Jugendvorstellung statt. Der Vorführraum des Theaters war mit zwei
Bauer- Projektionsmaschinen
ausgerüstet. Ein Raum für die künftige Tonfilmapparatur war schon
vorgesehen. Die geschmackvolle Innenausstattung war - wie alles übrige
- von dem
Inhaber Mordhorst entworfen worden. Der Saal hatte eine 7 m breite und
2 m tiefe Bühne. Das Haus scheint den Krieg unbeschadet überstanden zu
haben. In den
ersten Nachkriegsjahren scheint ein Verwalter das Kino geleitet zu
haben, denn eine Meldung in der Fachzeitschrift "Filmwoche" nennt Käthe
Mordhorst 1949 die "neue Betreiberin ab 1. März".
1956 wurde das Kino von und auf neu gestaltet und technisch
modernisiert. Unter Beibehaltung der bisherigen Bauer-Projektoren
installierte die Firma Siemens-Klangfilm eine neue Tonanlage. Auch eine
neue Polsterbestuhlung (398 Stühle) wurde geliefert. Den mit hellblau
Acella verkleideten Zuschauerraum erhellten nun dezente, moderne
Fischer-Leuchten. Ein neuer, brauner Bühnenvorhang schloss die Bildwand
zum Saal ab, eine neue Klimaanlage wurde von der Firma
Wenker-Hilpoltstein eingebaut. Am Tage der Wiedereröffnung mit
„Symphonie in Gold" überbrachte Bayernverbands-Vorstandsmitglied Karl
Haarmann neben einem repräsentativen Blumenarrangement die Glückwünsche
der Kollegen. E5683 W5642
Schon recht früh (1961) wurde das Kino geschlossen. Mittlerweile ist
das Gebäude abgerissen.
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