| GLORIA |
Köln (Nordrhein-Westfalen), Apostelnstr. 11-13
| eröffnet: | Ende 1956 |
| geschlossen: | Ende 80er |
| Sitzplätze: | 592 (1956) - 533 (1978) |
| Architekt: | Josef Kirspel, Berg.-Gladbach |
| Betreiber: | Colonia (Hugo Lemke & Karlheinz Krüger) 1956-Ende 80er |
Nach den Plänen von Architekt Josef Kirspel (Berg.-Gladbach) wurde in der Apostelnstraße in Köln das neue Gloria-Theater errichtet. Betrieben wird das neue Haus von Hugo Lemke und Karlheinz Krüger, zwei durch langjährige Zugehörigkeit zur Branche bekannte Berliner Theaterbesitzer. Theaterleiter ist H. Gehlea. Das neue Erstaufführungs-Theater mit seinen 600 Plätzen gehört mit zu den schönsten und repräsentativsten Filmtheatern der Domstadt. Die Grundfarben des intimen Innenraums sind Schwarz, Gelb und Weiß. Zu dieser Farbabstimmung gehört noch die indirekte Beleuchtung von den Seiten der leichtgewölbten Hängedecke. Die Wände sind mit gelben Kunststoff-Folien lose behangen. Die Vorführung nach den modernsten Grundsätzen ist für alle Breitwandverfahren vorgesehen. Sehr einfladend schon die Außenfront und das Foyer. Mit Hälfe einer leicht gewölbten schwebenden Hängebrücke erhielt die Kassen- und Foyer-Halle eine besondere architektonische Form. Schwarz die Decke und lindgrün die Wände. Durchleuchtete Ornamentteile aus belgischem Dickfarbglas verleihen dem Foyer ein dekoratives Gepräge. Unter dem neuen Gloria-Theater (am Neumarkt) sind Abstellplätze für 36 Pkws. Für weitere 16 Wagen steht ein besonderer Abstellplatz zur Verfügung. Bauherr des Gloria-Theaters in Köln ist Heinrich Servos, Berg.-Gladbach. Eröffnet wurde das repräsentative Haus mit dem NF-Film Verlobung am Wolfgangsee" in Anwesenheit der Hauptdarsteller. Die Firma Kamphöner, Bielefeld, lieferte die Bestuhlung, die Wandbespannung die Firma Aschenmacher. Das Theater ist mit Philips-Maschinen ausgerüstet. Mit dem Gloria-Theater hat Köln, nunmehr 91 Filmtheater.
Quelle:Film-Echo 98/1956
| Saal (wohl 50er-Jahre) |
Bilder von 2007