| RESIDENZ |
Karlsruhe (Baden-Württemberg) , Waldstr. 30
| eröffnet: | 15.12.1908 |
| geschlossen: | 1971 |
| Sitzplätze: | 300 (1918) - 430(1930) - 500 (1958) |
| Architekt: | |
| Betreiber: | Otto
Kasper 1908-1944 Willy Hauser 1946-1971 |
Mit der Eröffnung des "Residenz Theaters" wurde 1908 Karlsruhes erster Kinozweckbau eröffnet.Im Volksmund hiess das Kino "Resi".
Zur Eröffnung wurde das Filmtheater mit einer kinotechnischen Neuerung versehen: Die Projektion der Bilder geschah direkt auf einer präparierten Spiegelglasfläche, hinter welcher der Projektionsapperat arbeitete; entgegen dem alten Verfahren, nach welchem er sich am entgegengesetzten Ende des Vorstellungsraumes befand und man über den Rücken des Publikums projektierte und man ergo den Raum verdunkeln musste. Die Vorführung ging also bei Beleuchtung vor sich. Gar zu toll war die Neuerung aber wohl nicht, denn auch heute noch wird "über den Rücken" projeziert.
Nach dem Krieg von den Besatzungsmächten beschlagnahmt und unter dem Namen "Roxy" unter der Leitung von Willy Hauser bespielt, wurde das Haus als "Resi"am 20.11.1952 mit dem Film "Liebe im Finanzamt" für die Zivilbevölkerung wiedereröffnet. Die zwischenzeitliche Namensänderung begründete sich durch einen Rechtsstreit mit den Erben Otto Kaspers, die das Kino weiterhin in Eigenregie führen wollten. Die amerikanische Militärverwaltung erklärte die Verträge allerdings für unwirksam aufgrund der NSDAP-Mitgliedschaft Kaspers.
Bis 1971 konnte sich das "Resi" in der Waldstrasse halten. Heute residiert dort eine nicht unbekannte amerikanische Fastfood-Kette..
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Vielen Dank an Robert Bernnat für die Bilder und Informationen