| DIE KURBEL |
Karlsruhe (Baden-Württemberg) , Kaiserpassage (vorher Kaiserstr. 211)
| eröffnet: | 1919 |
| geschlossen: | in Betrieb |
| Sitzplätze: | 610 (1940) - 631 (alte Kurbel 1953) - 750/222 (1958) - 250/122/79/150 (2006) |
| Architekt: | |
| Betreiber: | Eduard
Hof 1919-mind.
1927 Dina Dreykoll 1933 Eugen Kistner 1933-mind.1937 Ufa mind. 1939-1944 Hubertus Wald 1947-1972 Wiederinstandsetzung , neuer Kinoname: Die Kurbel Olympic 1972-1981 Ufa 1981-2004 Bozidar Herbstrith seit 2005 |
Ursprünglich hatte es in Karlsruhe "Die Kurbel" bereits vor dem Krieg direkt an der Kaiserstrasse unter dem Namen "Union"gegeben. Sie war Teil des damaligen Kinoimperiums der "Süddeutschen Filmtheaterbetriebe Hubertus Wald". Dieser überlies das ursprüngliche Kino der Kaufhalle in Erbpacht, welche darauf und auf dem Nachbargrundstück ihren Neubau realisierte. Direkt gegenüber, in der Kaiserpassage, eröffnete Hubertus Wald 1957 die Kurbel neu. Ähnlich dem Zoo-Palast in Berlin, ging Hubertus Wald was die Grundstückseinteilung anging hierbei neue Wege. Er verzichtete auf einen Balkon und errichtete im Erdgeschoss ein großzügiges Foyer sowie ein kleineres, intimes Filmtheater welches er "Studio 3" nannte. Den großen Kinosaal der Kurbel, welcher das komplette quadratische Grundstück einnahm, verlegte er in den ersten Stock. Wie alle Kinos der Süddeutschen Filmtheaterbetriebe wechselte die Kurbel (zusammen mit den Karlsruher Kinos "Die Kamera", "Luxor" und "Regina") an die Olympic Filmtheaterbetriebe und anschließend zur UFA Theater AG. Diese unterzog den immerhin 800 Besucher fassenden Saal der Kurbel 1982 einer Vierteilung, das "Studio 3" blieb unverändert.2002 wurde die Kurbel als eines der letzen Projekte der UFA Theater GmbH & Co. KG renoviert. Hierbei wurde das kleinste Kino (Kurbel 5) zugunsten einer neuen Toilettenanlage geopfert. Da man in das Foyer eine (mittlerwile wieder geschlossene) Gastronomie integrierte, wurde der Kassen und Concessionbereich in den mittigen Eingang des "Studio 3" verlegt, für welches somit eine neue Eingangssituation geschaffen werden mußte.Nach dem Übergang der UFA an Cinestar zeigte diese wenig Interesse an dem Haus, da sie in Karsruhe mit dem ZKM bzw. im Programmkinobereich deren Partner Georg Fricker mit der Schauburg bereits ausreichend vertreten war. Der langjährige Vorführer und Theaterleiter der Kurbel, Bodzivar Herbstrith, kam einer Schließung des Traditionskinos jedoch zuvor und betreibt es heute in Eigenregie.
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Vielen Dank an Robert Bernnat für die Bilder und Informationen