CENTRAL

Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz), Osterstr. 2

eröffnet: 20.11.1913
geschlossen: 2.2.2025
Sitzplätze: 430 (1920) - 600 (1930) - 575 (1941) - 600 (1958/1994) - 220/220/168/120/90 (1996) - 166/159/102/69/50 (2011/2021)
Architekt: Alois Loch (Neubau 1913)
Betreiber*in: Eduard Meyer                                                 1913-18.10.1925
Alfred Meyer                                                  1925-1928
Adolf Engl, München  (Gf: Alfred Meyer)        1929-1930
Heinrich und Martin Franz, Mannheim             1932-1933
Marie Meyer Wwe.(Gf: Alfred Meyer)            1934-1935
Alfred Meyer                                                   1936-1945
Christian Löffler                                              1945-1945
Alfred Meyer                                                  2.12.1949
Alfred Meyer & Walter Heckeyer                    1955-1991
Gloria FTB                                                      1991-1995
Central GmbH                                                 1996
Sachs Motion Pictures GmbH Gf: Hans Sachs  2011-2025

Das Kino wurde an der Stelle des abgerissenen Hotels "Kraft" errichtet. Bauleitung hatte die Kaiserslauterer Firma Geiger & Klostermann. Eröffnungsfilm war "Sie letzten Tage von Pompeji". Eine kleine Kapelle illustrierte das Filmprogramm und für die Pausenmusik sorgte ein elektrisches Hupfeld-Kunstspiel-Piano.
Quelle u.a: Lichtbildbühne 5/1913

Das Gebäude des "Central-Kinematographen" (Osterstraße, Ecke Münchstraße) wurde 1913/14 für den Gipsermeister Philipp Henkel nach Plänen von Alois Loch errichtet (Erweiterung 1925, Umbau um 1990). Der langgestreckte Baukomplex besteht aus zwei zweigeschossigen Kopfbauten, die durch einen eingeschossigen Verbindungstrakt verbunden werden. Das ehemalige Hauptportal an der Osterstraße ist mit barockisierendem Sandsteinschmuck versehen; seit dem modernen Umbau ist die Richtung des Gebäudes jedoch umgedreht, Eingang und Kassenhalle befinden sich jetzt am entgegengesetzten Ende des Gebäudes. Auch Raumaufteilung und Innenausstattung sind nicht mehr original. Seit 2005 ist das Central das erste Kino mit digitaler Projektion (DLP) in Rheinland-Pfalz.
Quelle: Wikipedia

1926 wurde das Kino erweitert. Zu diesem Zwecke wurde das benachbarte Grundstück Münchstraße 8 erworben, auf dem bisher das Gasthaus "Zum Storchenturm" stand. Das Kino konnte dadurch auf rund 600 Plätze erweitert werden und wurde außerdem mit einer kompletten Bühne einschließlich Orchesterraum und Garderobe versehen. Am 4. Dezember des Jahres erfolgte die Wiedereröffnung des nun "Central-Theater" genannten Großkinos mit dem Film "An der schönen blauen Donau". Von da an wurden im Haus auch des Öfteren Varieté-Darbietungen oder Ringkämpfe dargeboten.

1934 wurde das Kino vollständig renoviert. Die bisherige Saalbeleuchtung wurde durch Neonlampen ersetzt. Auch der Vorführraum wurde komplett erneuert und mit neuen Vorführapparaten bestückt.  FK34241 L34233

Das "Central" blieb Ende des 2. Weltkriegs  unbeschädigt. Es folgten vier Jahre der Sequestrierung, ehe Familie Meyer/Heckeler wieder die Regie übernehmen durfte. Es folgten Sanierungsarbeiten, da im Zeitraum der Zwangsverwaltung keine Investitionen getätigt wurden.

1955 dann die Umstellung auf CinemaScope: Das bislang ein etwas veralteter Zweckbau war, völlig neu gestaltet und ebenfalls für CinemaScope eingerichtet. Der Zuschauerraum erhielt durch Einziehen einer roten Zwischendecke einen intimen Charakter. Die Wände waren mit gelbem Acella bespannt und mit blauen Knöpfen bestückt. Die Balkonverkleidung wechselte die Farbe um: gelbe Knöpfe auf grau-blauem Grund. In die Seitenwände waren moderne und geschmackvolle Rundleuchten der Firma Staff und Schwarz, Stuttgart, eingefügt. Die mit blauem Kunstleder bespannte Birnbaum-Vollpolster-Bestuhlung lieferte Löffler, Zuffenhausen. Die radiale Anordnung der Sitzreihen gewährleistete einwandfreie Sicht auf die 10 m nahtlos geschweißte Miracle - Mirror - Leinwand. Die vielbewährten Bauer-Projektoren, welche mit Möller Anamorphoten ausgestattet waren, gaben ein einwandfreies Bild. Die 4-Kanal-stereophonische-Magnetonanlage besorgte Siemens-Klangfilm. Das harmonisch erneuerte Haus gab am 11. August des Jahres seine Leinwand frei für den CinemaScope-Farbfllm "Urlaub bis zum Wecken".   E5561 W5537

Erst relativ spät - 1994, nach dem Verschwinden des "Rex", wurde das stattliche Einzelhaus zum 4-Säle-Center aumgebaut uind der Eingang auf die frühere Hinterfront des Anwesens versetzt.

2025 schloss das Kino - angeblich temporär. Aber auch Ende des Jahres gab es keine Anzeichen zur Wiedereröffnung.



Photos ca. 2004


Bilder von 2002 - Vielen Dank an Pascal Katschke!

Leinwand 1913 (Bildquelle: Stadtarchiv)


Ansicht 1926 (Bildquelle: Festschrift Filmpalast)

Central  nach der Renovierung 1934 (Bildquelle: Film-Kurier 241/1934)

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Datum der Erstellung/letztes Update: 25.12.2025 - © allekinos.com