ODEON

Heidelberg (Baden-Württemberg), Hauptstr. 37

eröffnet: 20.07.1911
geschlossen: Anfang 90er
Sitzplätze: 50 (1991)
Architekt: Lautenschläger, Karlsruhe (Umbau 1955)
Betreiber: Friedr., später Elise Schulten                                         mind.1917-mind.1929

Süddeutsche Lichtspiele G. m b. H, Mannheim Gf: Leonh. und Willi Würthele 1930-1932

August Walter Schwarze                                              1933

Willi Würthele, Frau M. Bayer, Frl. Clara Blank           1934

Aug. W. Schwarze, Frau M. Bayer, Frl. Clara Blank    1936

August Walter Schwarze & Clara Blank                       1937-mind.1942

Clara Blank                                                                 1955-mind.1967

Geiern und Yildirim                                                      1971

Theo Bender                                                                mind.1979-mind.1991

Das Odeon war meines Wissens nach das einzige Kino im Umkreis mit einem gespiegelten Bild. Man ging vom Eingang in der Haupstraße ins Kino mit einer relativ kleinen Leinwand.

Der Vorführraum befand sich nicht wie üblich hinter den Zuschauern sondern Rechts oben. Im Vorführraum befanden sich 2 Spiegel, die das Bild auf die Leinwand projezierten.

Ich war leider nicht oft in dem Kino aber an foldende Filme erinnere ich ( obwohl ich erst 12 Jahre alt war ) mich noch immer: Frankenstein der Schrecken mit dem Affengesicht, Jerry Cotton - Der Tod im Roten Jaguar,Django und die Bande der Gehengten,2 x Judas,Dschingis Khan u.a.

Vielen Dank an Rolf Berlinghof für die Informationen

In den 70ern wandelte Theo Bender den Komplex Odeon und Rex (im Hinterhof des gleichen Anwesens liegend) zum Sexkino um. Das "Odeon" fungierte von nun an als "City-Filmbar". Die geschrumpfte Platzkapazität läßt darauf schließen, das der Kinoraum verkleinert wurde.

Während das "Rex" schon Anfang der 80er zugunsten eines Wohnblocks abgerissen wurde, spielte man im Vorderhaus noch bis Anfang der 90er weiter. Zu diesem Zeitpunkt betrieb Theo Benders Familie mit dem "Gloria" schon ein Filmkunstkino. Dies erscheint nur im ersten Moment als Widerspruch, denn kleinere Familienunternehmen konnten sich in von Konzernen dominierten Großstädten spätestens ab den 70ern nur noch mit Nischenprogrammen über Wasser halten - und das waren damals die aufkommenden Programmkinos sowie die bis zur flächendeckenden Verbreitung von Video bestens laufenden Pornokinos...

ehemaliges "Odeon" 2006

Vielen Dank an Rudolf Schreck für das Bild

                                            Fassadenentwurf 1911

         Bildquelle:Heidelberger Tageblatt 20.7.1911

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