ODEON

Hamburg - Harburg, Heimfelder Str. 41 (bis 1945) - Heimfelder Str. 44 (ab 1949)

eröffnet: 1926 - 15.04.1949
geschlossen: 13.07.1970
Sitzplätze: 425 (1933) - 430 (1934) - 304 (1940) - 419 (1950) - 418 (1959/1967)
Architekt: Janzen, Harburg (Wiederaufbau 1949)
Betreiber:
Gebr. Möller
Wilhelm Ohm
Th. Büsing u. Clara Köllner
Th. Büsing
mind.1933-1933
1934-1945
1949-mind.1962
mind.1965-mind.1967
Kinoname: Kammerlichtspiele
neuer Kinoname: Heimfelder Lichtspiele
neuer Kinoname: Odeon



1926 eröffneten die "Heimfelder Lichtspiele" als Saalkino im Tanzsaal der Gastwirtschaft von Wilhelm Ohm. Da der Betrieb nicht so gut lief, wurde es 1930 geschlossen. Ein neuer Pächter eröffnete es unter dem Namen Kammerlichtspiele neu. 1934 übernahm der Eigentümer Ohm das Kino selbst und nannte es wieder Heimfelder Lichtspiele. Das Kino wurde im Zweiten Weltkrieg 1945 wurde das Haus durch eine Luftmine zerstört.

Das erste Harburger Lichtspieltheater (das siebente in Harburg). das planmäßig als solches nach dem 2. Weltkrieg neu erbaut und eingerichtet wurde, war das "Odeon“. Der ausgebombte Saalbau von Büsings "Lindenhof" in der Heimfelder Straße - 50 m vom ursprünglichen Standort entfernt -  bildete das Fundament. Am 15. April 1949 wurde es mit dem Film "Morgen ist alles besser" eröffnet. Der Zuschauerraum mit seinen 502 Plätzen auf überhöhtem Parkett wurde von Architekt Janzen. zweckmäßig entworfen und ausgestattet. Das tonnenartige Deckengewölbe war mit Dyckerhoff-Platten verkleidet, die eine einwandfreie Akustik garantierten. Das bequeme Klappgestühl stand auf Lücke. Indirekte Beleuchtung und gute Entlüftung vervollständigen die Innenausstattung. Vor dem 70 qm großen Bühnenraum mit der 33 x 4 Meter großen transportablen Leinwand befand sich ein Orchesterraum für 25 Musiker, so daß das "Odeon" gleichzeitig als Varieté- und Theaterbühne benutzt werden konnte.  E4910

Nach einem Brandschaden wurde das Kino 1958 auf CinemaScope umgerüstet.

Das Kino wurde zum 13. Juli 1970 geschlossen. Anfang der 1990er Jahre wurden hier Wohnhäuser errichtet.


Einen Bericht über die Lokalität des alten Kinos lesen Sie hier, mehr beim Film- und Fernsehmuseum Hamburg.

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Datum der Erstellung/letztes Update: 11.08.2021