Die alten
"Stadttheater-Lichtspiele", die im November 1944 ein Opfer der Bomben wurden,
baute das Ehepaar Hayen (der Ehemann hieß in Berichten und Adressbüchern
abwechselnd Marx oder Max - vielleicht war "Marx" zu dieser Zeit so negativ
besetzt, das er das "x" weglies?) 1951mit größerer Kapazität wieder auf. Während
die Adresse des Vorkriegskinos Bahnhofstr. 11 war, wurde ab 1951 nach
Namensänderung die Eickhoffstr. genannt. Das Grundstück war identisch.
Das
neue Kino hatte 440 Sitzplätze im Parterre, 310 im ersten Rang und weitere 210
im zweiten Rang. Zu den Balkonen, die in harmonischen Bögen in den Theatersaal
hineinschwangen, führten breite Treppenaufgänge aus Kunstmarmor. Der Saal wies
eine rotbraune Holzverkleidung auf.Lichtsäulen an den Wänden und Sterne an der
Decke spendeten dezentes Licht.Die Bühne (6 x10 m) ermöglichte auch andere
Veranstaltungen. Ein Orchesterraum war ihr vorgelagert. Der Vorführraum war mit
zwei Askania-AP-XII-Projektoren, Europa-Lichttongeräte sowie
Telefunken-Tonfilm-Verstärkern bestückt. N5155
1991 wurde das Kino mit einer
Xenon-Anlage ausgestattet.
2009 drehte die in Gütersloh geborenen
Filmemacherin Marisa Rosato (41), die Tochter eines italienischen Gastarbeiters,
den Film "Wiedersehn". In ihrer sechs Minuten langen DVD macht sie in
aufwendiger Tricktechnik den legendären "Stadttheater Lichtspielen" ihrer
Geburtsstadt eine Liebeserklärung.
Einen kleinen Artikel mit historischemFoto sehen sie
hier.