APOLLO

Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen), Bahnhofstr. 79

eröffnet: 1906 - 26.09.1951 (Wiedereröffnung)
geschlossen: ca.1995 (großer Saal) - Herbst 2002 (Studiokinos)
Sitzplätze: 950 (1952) - 892 (1978) - 501/192 (1983) 501/76/116 (1987) 65/95 (1997)
Architekt: Ernst Huhn, Düsseldorf (Wiederaufbau 1951)
Betreiber:
Willy Sprenger GmH
Stachowiak Apollo GmbH
Apollo GmbH
1906-ca.1995
1997
1999

Im Frühjahr 1906 eröffnete Willy Sprenger in einem ehemaligen sogenannten »Automatenrestaurant« das Apollo-Theater. Das einige Jahre später an anderer Stelle neu erbaute Apollo-Theater war einer der ersten Filmtheaterzweckbauten in Deutschland. Herr Sprenger, dessen Unternehmergeist und Weitblick früh erkannte, welche Aufstiegsmöglichkeiten der Film in den kommenden Jahren erhalten würde, konnte schon bald zwei weitere Filmtheater - die Industrie-Lichtspiele und die Schauburg -  in Betrieb nehmen. Als Verleiher brachte er die Pathe-Produktionen nach Deutschland. Er unterstützte als einer der ersten die Herstellung von Albert-Bassermann-Filmen und zeigte seinem Gelsenkirchener Publikum eine selbst gedrehte Wochenschau. Nach dem Krieg konnte die Firma Sprenger ihre bereits bestehenden Häuser um das Regina-Theater und das Studio erweitern. E6636
Am 9. November 1944 wurde das Kino ein Opfer des Bombenkrieges. Nachdem Herr Sprenger zunächst das ebenfalls zerstörte "Industrietheater" wieder aufbaute, entstand 1951 in fünfmonatiger Bauzeit das neue "Apollo". Neuartig waren vor allem die Parkett- und Ranglogen sowie eine hervorragende Klimaanlage. N5128+39
Schon 1953 erhielt das Kino nach einwöchiger, intensiver Arbeit  ein völlig neues Gesicht. Im Foyer bestach ein moderner, grünlich-heller Mipalm-Fußbodenbelag mit dunkelgrünen Tupfen. Der weißliche Anstrich wich einem freundlichen Grün. Im Innern des Theaters wurde die Velvet-Bespannung durch eine Acella-Bespannung abgelöst. Für die Erneuerung zeichnete der Kölner Innenarchitekt Koep verantwortlich. Architekt Koep begann im Anschluß hieran auch Renovierungsarbeiten an Herrn Sprengers Industrie-Theater.  N5367
In den 70ern und 80ern wurden zwei Studiokinos eingebaut, von denen eines als kommunales Kino genutzt wurde. Die beiden Kleinkinos überdauerten dann die Schließung des großen Saals und spielten bis 2002.


Saal 1951 (Bildquelle: Der Neue Film 39/1951)

Ein Foto sehen Sie auch hier , hier und bei den Gelsenkirchner Geschichten.

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