Esslingen
(Baden-Württemberg), Blumenstr. 15
| eröffnet: |
10.03.1939 |
| geschlossen: |
ca. 1998 |
| Sitzplätze: |
800 (1940) - 870 (1950) - 894 (1960) - 296 (1978) - 300 (1990) - 286 (1997) |
| Architekt: |
W. Eberspächer |
| Betreiber: |
Ohr & Sieger Friedrich Sieger Rainer und Kathrin Müller Capitol FTB |
1940-1955 1956-1974 1974-11.09.1984 12.09.1984-ca.1998 |
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|
Blumenstraße 15,
erbaut 1938/39 nach den Plänen des Esslinger Architekten W. Eberspächer von
Friedrich Sieger und Rudolf Ohr ausschließlich für Kinovorführungen, ca. 800
Sitzplätze. Ausrüstung: Zwei Euro-G-Theaterprojektoren, Klangfilm Europa
Großtonanlage. 1961 befindet sich im Projektionsraum ein Philips-Projektor mit
Xenon-Licht und eine Philips-Tonanlage. 1972 wird durch Einziehen einer
Zwischendecke in dem fast 11 Meter hohen Zuschauerraum im gesamten Erdgeschoß
ein Supermarkt eingerichtet und das Kino auf 360 Plätze im Obergeschoß
verkleinert. 1974 wird durch Teilung des gerade zwei Jahre bestehenden
Zuschauerraumes ein zweites Theater (Maske) mit 99 Sitzplätzen eingerichtet. Das
Scala hat jetzt nur noch 276 Sitzplätze. Die Kinos werden von Rainer und Kathrin
Müller geführt. 1980 wird in das Haus ein drittes Kino (Rubin) mit 56
Sitzplätzen eingebaut, das vom darüber liegenden Raum mit einer
Spiegelprojektion das Bild auf die Leinwand projiziert. Nach 1980 geht das Scala
ebenfalls in den Besitz der Capitol-Filmtheater Betriebe
über."
Quelle: Christian Glass - Kinos in Esslingen
1899-1990
Die "Scala" mit ihren 800 Plätzen wurde im März
1939 mit einer offiziellen Festvorstellung eröffnet. Nach der Begrüßung durch
die Inhaber Ohr & Sieger sprach Architekt Eberspächer und dankte der
Stadtverwaltung für die verständnisvolle Förderung des Bauvorhabens. Als letzter
Redner übergab Oberbürgermeister Dr. Klaiber das Haus seiner Bestimmung. Als
besondere Festvorstellung wurde dann der Film "Im Namen des Volkes“ gestartet,
der als Fernau-Film (der Hauptdarsteller war Mitglied des württembergischen
Staatstheaters) eine begeisterte Aufnahme fand. FK3962
Nach der Renovierung 1950 strahlte
der Saal in pompejanischen Rot. Die Türen besaßen schwarzen Schleiflack mit
silberner Umrahmung. Auch die Bühnenverkleidung wurde auf beiden Seiten im
Silberton gehalten. Anstelle der bisherigen Wandleuchten wurde an Decke und
Balkon für indirekte Beleuchtung gesorgt W4922 N5108
W5008
Bis zum 30.
April 1952 war das Kino teilweise vom amerikanischen Militär beschlagnahmt.
W5219
Einen bebilderten Artikel über das Kino können Sie hier lesen. Einen weiteren hier. Zur Webseite der heutigen Scala geht es hier.

Bühne 1951 (Bildquelle: Filmecho 7/1951)
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Saal mit Wandgewstaltung von Professor Sohn
(Bildquelle: Der Neue Film 8/1951) |
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