| NEUE FILMBÜHNE |
Bonn - Beuel (Nordrhein-Westfalen), Friedrich-Breuer-Str. 68-70
| eröffnet: | 01.11.1933 |
| geschlossen: | in Betrieb |
| Sitzplätze: | 175 (1935) - 277 (1940/1967) - 204 (1980) - 186 (2008) |
| Architekt: | K. Stricker, Beuel (Umbau 1938) |
| Betreiber: | Heinrich
Wenigmann mind.1935-mind.1983 Kinoname:
Deutsche Filmbühne,später Filmbühne Adresse: Friedrichstr.
46 Dieter Herdel / Gilla Brenig seit 1986 neuer Kinoname: Neue Filmbühne |
Die Filmbühne in Bonn-Beuel ist ein klassisches dreißiger Jahre Saal-Kino. 1933 wurde das Kino im Mehrfunktionssaal eines Gaststätten- und Hotelbetriebes mit mobiler Bestuhlung eröffnet.
Schon 1935/36
wurde der Plan ausgearbeitet das Kino zu erweitern, doch erst nach langjährigem
Bemühen wurde im Juli 1938 die Baubewilligung erreicht. Der Umbau begann dann im
Frühjahr 1939 und bis August konnte mit der Fertigstellung des gesamten Umbaus
gerechnet werden. Es wurde ein moderner, großer Eingang mit einer anschließenden
Kassenhalle geschaffen. Von hier aus gelangte man in das Parkett sowie zum
Rang.Die Toiletten erhielten schöne Vorräume mit Waschanlagen. Man konnte jetzt
sowohl vom Rang wie aus dem Parkett über separate Ausgänge das Theater
verlassen. Der Saal wurde gleichzeitig vollkommen überholt. Während der
Umbauzeit ging der Betrieb zunächst weiter. Im Juli, als der Rang eingezogen
wurde, schloss man das Theater für 3 Wochen. In dieser Zeit wurde dann auch der
neue Vorführerraum eingerichtet und montiert . FK3906
Nach Blütezeiten in den 1930er und 1950er Jahren und dem langsamen Niedergang in den 1970er und 1980er Jahren wurde das heruntergekommene Vorstadtkino von der Hertel-Brenig KG von der Eigentümerfamilie gepachtet und 1986 als Neue Filmbühne wiedereröffnet. Die Neue Filmbühne konnte dank der Erfahrungen, die die Betreiber 5 Jahre zuvor mit der Eröffnung des Rex-Lichtspieltheaters in Bonn-Endenich gemacht hatten von Anfang an als Filmkunst-Erstaufführungskino, Programm- und Repertoirekino erfolgreich betrieben werden. Durch zahlreiche Renovierungen haben wir uns bemüht, den historischen Charakter des an geometrischen Formen orientierten Baustils der 30'er Jahre von Fassade und Innenräumen zu erhalten, ohne dabei die Bedürfnisse eines modernen Kinobesuchs aus dem Auge zu verlieren. 1993 wurde die Neue Filmbühne komplett neu bestuhlt. Die Projektion erfolgt über zwei Ernemann VIII B 35 mm Projektoren, die seit Anfang der 50er Jahr ohne ernsthafte Probleme jeden Tag ihre Arbeit tun. Seit 1996 verfügt die Neue Filmbühne über eine zeitgemäße 4 Kanalton Surroundanlage.
Für ihr herausragendes Jahres Filmprogramm wird die Neue Filmbühne regelmäßig von der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen und vom Bundes Ministerium für Kultur und Medien ausgezeichnet. Seit Mai 2002 ist die Neue Filmbühne in Anerkennung ihrer Verdienste um den europäischen Film Mitglied im Europa Cinema Netzwerk europäischer Filmkunstkinos.
Quelle u.a: www.rex-filmbuehne.de
In der Nacht zum Ostermontag 1954 fielen die Bühnenvorhänge, die
Leinwand und die Lautsprecher einem Feuer zum Opfer. Die Decke und die
Wände des Saales wurden ebenfalls beschädigt. Offensichtlich hatte ein
Besucher beim Verlassen des Kinos achtlos ein Streichholz weggeworfen. N5435