| CAPITOL |
Bernburg
(Sachsen-Anhalt), Auguststr. 14
| eröffnet: | 14. oder 27.11.1927 |
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| geschlossen: | in Betrieb |
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| Sitzplätze: | 800 (1927) - 774 (1940) - 794 (1950) - 445 (1990) - 445/49 (1993) |
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| Architekt: | Friedrich Bunse |
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| Betreiber: |
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Als im "Weltspiegel" und in den zahlreichen anderen Kinos, die man in
der darauf folgenden Zeit aus dem Boden stampfte, der Platz zu knapp
wurde, ließ Ottomar Tschakert, einer der ältesten Filmpioniere
Deutschlands, das "Capitol" nach eigenen Entwürfen vom Architekten
Bunse bauen. Tschakert war schon ab 1909 mit seinem "Cinephon" in
Bernburg aktiv. Das Haus wurde 1927 innerhalb von nur sechseinhalb
Monaten
errichtet. Am 27. November eröffnete das "Capitol".
Es besaß 760 Sitzplätze, indirekte Beleuchtung, Klimaanlage, eine
Bühne und eine recht große Leinwand. Ein zwölfköpfiges Hausorchester
hatte im Orchestergraben Platz. Zur Eröffnung des Filmtheaters lief
"Der Meister von Nürnberg". K271081
1932 kam Tschakert aufgrund des allgemeinen Zuschauerrückgangs in Zahlungsschwierigkeiten. Er verlangte ein Moratorium von 18 Monaten und sah den Neubau des "Capitols" zum damaligen Zeitpunkt als Fehlspekulation an. Irgendwie kriegte er aber wohl noch die Kurve, denn er wird bis zu seinem Tod 1943 als Betreiber genannt. K32122 Zum 10-lährigen Jubiläum 1937 wurde das Haus völlig neu gestaltet. Mit dem Film "Meiseken" ging der Spielbetrieb weiter. L37193 1958 gab es in Bernburg noch drei Kinos. Neben dem heute noch bestehenden Capitol" in der Auguststraße (damals Leninstraße), das Zeitkino und die Central-Lichtspiele. 1960 erfolgte ein erster Umbau, der Orchestergraben wurde dabei entfernt. 1964 erfolgte ein Komplettumbau und eine Verkleinerung der Leinwand, der Saal erhielt neue Farben und Stoffe. Eine weitere Renovierung stand 1985-1986 an. Die im Obergeschoss befindliche Cafebar wird entfernt, es entstand das Clubkino und eine Visions-Bar, neue Sitze und Heizung wurden eingebaut. In der Zeit, in der das Kino geschlossen war, wurden die Filme in der Halle auf der Alten Bibel gezeigt. 1986 wurde das "Capitol" Festivaltheater der DDR. In den 1980er Jahren fanden legendäre "Filmdiskos"-Tanzveranstaltungen statt. Bis 1989 wurde das Kino durch die Filmdirektion Halle geführt, 1990 erfolgte die Privatisierung. 1992 kaufte die Düsseldorfer Geschäftsfrau und Betreiberin mehrerer Videotheken - Ute Füssinger - das Haus. Zu dem Kino gibt es auch einen detailierten Wikipedia-Eintrag. Auch auf der Homepage ist viel über die Geschichte zu lese - inclusive eines Videos über den Bau. |
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![]() Vielen Dank an Thommi Baake für die Fotos Beachten sie auch sein Buch "Wenn es dunkel wird im Saal" |
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