STERN - LICHTSPIELE

Berlin - Mitte, Georgenstr. 12d

eröffnet: 1928
geschlossen: 1968
Sitzplätze: 322 (1928) - 350 (1932) - 346 (1943)
Architekt:
Betreiber:
Bruno Foss
Karl  August Deter
1928-1937
1938-mind.1942



Das Kino wurde 1928 im Stadtbahnbogen 201, einem Bogen des Restaurants Zum Franziskaner, eingerichtet. Das Lokal nutzte sechs der dortigen Stadtbahnbögen am Bahnhof Friedrichstraße mit Eingang von der Georgenstraße. Die Stadtbahnbögen liegen unter der hochgesetzten Stadtbahn, zwischen Prinz-Louis-Ferdinand-Straße (seit 1953 Planckstraße) und Friedrichstraße befinden sich die Stadtbahnbögen 198–204, die von der „Franziskaner Restaurant und Konditorei G.m.b.H.“ genutzt wurden. Bogen 205 ist der Eingang Stadtbahnhof Friedrichstraße. 1927 hatte Ernst Barthels das Lokal gekauft, das sich schon seit 1882 dort befand. L28295

Im Kino-Adressbuch ist Bruno Fossals Besitzer des 1928 gegründeten Franziskaner-Kinos (Stadtbahnbogen 201/202) mit 322 Plätzen genannt, gespielt wurde täglich. Ab 1930 war Tonfilm von Kinoton-Tobis eingebaut, die Platzanzahl auf 300 (ab 1932: 350) erhöht. Als Adresse des Tageskinos im Bahnhof ist Georgenstraße 14 genannt. Ab 1938 wurde die „Karl (auch Carl) August Deter &. Co. K-G.“ Inhaber des Kinos.

Im Dezember 1943wurde das Kino zum Wocheschau-Theater umgewandelt.  Die "Deutsche Wochenschau GmbH" stellte das wöchentliche (Propaganda)-programm zusammen. Neben der "Deutschen Wochenschau" und der "Ufa-Auslands-Woche" wurden auch noch bei stündlichem Programmwechsel zwei Kurzfilme in Uraufführung gezeigt. Geöffnet wurde schon um 9 Uhr morgens bei durchgehendem Spielbetrieb, das heißt, man konnte das Kino jederzeit betreten. Jede Stunde gab es eine kurze Lichtpause.  FK4407

Neben Jugendlichen zählten vor allem Soldaten zur Kundschaft. Die Franziskaner-Lichtspiele (Tages-Lichtspiele) wurden in den Kriegsjahren und der Nachkriegszeit durchgehend betrieben. Nach 1945 wurde das Kino im sowjetischen Sektor offensichtlich von der Sovexportfilm GmbH (Milastraße 2) betrieben. Von dieser Gesellschaft wurde das Kino 1951 neu eingerichtet. Der Name des Kinos war nun „Stern-Lichtspiele“, und der Besitzer wurde durch Eigentümerwechsel der VEB Berliner Filmtheater. Ab 1949 ist als Adresse auch Georgenstraße 12d in Berlin W 8 verzeichnet. 1968 wurde das Kino Stern (108 Berlin, Georgenstraße 12d) geschlossen. Seit 1993 befinden sich das Restaurant „Nolle“ und mehrere Geschäfte in den dortigen Stadtbahnbögen, die bis zu dieser Nutzung nur als Lagerräume dienten. 

Quelle: Wikipedia


Foyer ca.1925 (Bildquelle: Postkartenausschnitt)
Vielen Dank an Jörg Ostheimer für das Foto


Saal ca.1925 (Bildquelle: Postkartenausschnitt)
Vielen Dank an Jörg Ostheimer für das Foto


Ansicht 1950er-Jahre - Vielen Dank an Uwe Friedrich für das Foto

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Datum der Erstellung/letztes Update: 14.02.2024 - © allekinos.com