| PAMET - LICHTSPIELE |
Berlin - Schöneberg, Bülowstr. 6
| eröffnet: | 1912 |
| geschlossen: | 1964 |
| Sitzplätze: | 315 (1930) - 301 (1940) - 366 (1948) - 376 (1958) |
| Architekt: | Edmund Fuchs (Einbau 1912), Paul Schallenberger (Renovierung 1949), Klaus Bieler (Umbau 1956) |
| Betreiber: | 1912 Kinoname:
Lumina Joseph Gutkind 1930 neuer Kinoname: Concordia Fritz Kuske 1935 Brandt & Deutsch, Fritz Kuske & H. Reinett 1940 Paul Meiß mind.1948-mind.1960 neuer Kinoname: Pamet - LS neuer Kinoname 1962: Cinema-Bar |
Schon kurz nach der Einrichtung eines Theaters 1910 im linken Seitenflügel eines Wohnhauses zog in die Räume ein Lichtspieltheater ein. (In den Adressbüchern wird das Kino allerdings erst wesentlich später - nach 1924 - genannt, was an einer dauerhaften Nutzung als Filmtheater in den Anfangsjahren zweifeln lässt. Anm. von allekinos). Über Kassenhalle und großzügiges Foyer gelangte man in den langgestreckten Zuschauerraum mit Rang. Die bis dahin lediglich durch einfache Schriftzüge gekennzeichnete Theaterfassade erhielt 1936 durch Schaukästen und eine neue Lichtreklame eine zeitgemässe und stärker auf die Nutzung hinweisende Gestaltung.
Ein tragischer Vorfall ereignete sich im September (laut "Filmblätter" Oktober - Anm. von allekinos) 1948. Trotz baupolizeilicher Abnahme stürzte während einer Vorstellung die mit Bauschutt belastete Decke ein und erschlug 19 Menschen. Architektonisch verändert und technisch modernisiert eröffnete das Kino ein Jahr später erneut. Im Zuschauerraum nahm die geschwungene, um Pfeiler gelegte Wandverkleidung die Beleuchtungskörpeer auf und verlieh dem schlichten Raum Dynamik.
1962 zur "Cinema-Bar", einer Bar, in der nebenher Filme gezeigt wurden, umgewandelt, rückte das Filmvergnügen in den Hintergrund.
Quelle: Kinoarchitektur in Berlin 1895-1995, Reimer Verlag
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Pamet 1949 (Quelle: Filmblätter 23/49)