| BONBONNIERE |
Berlin - Charlottenburg, Kurfürstendamm 68
| eröffnet: | 1922 |
| geschlossen: | 1952 |
| Sitzplätze: | 1340 (1924) - 1002 (1940) |
| Architekt: | Max Bischoff (Neubau 1921), Siegfried Ittelson (Umbau 1928), Fritz Gaulke (Umbau 1949) |
| Betreiber: | Crutzka &
Co.
1922 Kinoname:
Alhambra Deulig Film 1924 Hein & Kreisle 1930 Willy Hein mind.1935-mind.1940 geschlossen 2. Weltkrieg-1949 Erich Bukofzer &Werner Mörschel 1949-1952 neuer Kinoname: Bonbonniere |
Crutzka & Co., die auch das "Alhambra" im Wedding betrieben, richteten 1921/22 in einem fünfgeschossigem Wohnhaus dieses Filmtheater ein.
1926 hieß das Kino laut dem Buch "Kinoarchitektur in Berlin" kurzfristig "Emelka-Palast".
Während des Ausbaus zum Hotel Alhambra 1928 erhielt das Haus durch Wegnahme des Stucks und Umbau ein modernes Erscheinungsbild, welches dank eines vor dem Eingang aufgestellten Zeltvorbaues zum Ausdruck kam..
Im Krieg wurde das Lichtspielhaus teilweise zerstört. In den Räümlichkeiten der Kassenhalle und des Vestibüls richtete man 1949 das intime Filmtheater "Bonbonniere" als siebtes Kudammkino ein. Dessen Räume waren in Grün und Weiss gehalten. Anstelle eines Foyers durchschritt man eine kleine Bar, wo sich die Besucher vor oder nach der Vorstellung geistig stärken oder anregen konnten. Eröffnungsfilm war "Begegnung mit Werther".
1952 fand der Kinobetrieb ein rasches Ende, als Vorbesitzer Willy Hein eine Räumungsklage gegen die damaligen Betreiber erwirkte. Seine ursprünglichen Pläne, das "Alhambra" neu in voller Größe zu errichten, ließ er anschließend fallen und konzentrierte sich auf den Hotelneubau, als dessen Speisesaal das "Bonbonniere" fortan diente.
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Bonbonniere 1949 (Bildquelle: (Filmblätter / Ewald Gnilka)