| METROPOL |
Berlin , Nollendorfplatz 5
| eröffnet: | 3.9.1910 |
| geschlossen: | 1977 |
| Sitzplätze: | 924 (1918) - 1101 (1935) - 998 (1958) |
| Architekt: | Albert Fröhlich (Neubau 1906) - Georg Leschnitzer (Umbau 1928) |
| Betreiber: | Universum Film-AG (vor 1918-nach
1926) Kinoname ab 1911 : Lichtspiele
Mozartsaal Auguste Barth (1935) Neuer Kinoname ab 1942 : Nollendorf-Palast Neuer Kinoname ab 1946 : Neue Scala Karl Heger (1953) Neuer Kinoname ab 1951 : Metropol Rolf Budde & Paul Grasse (1958) Paul Grasse (1967) |
Dieses 1906 erbaute Veranstaltungshaus beherbergte ursprünglich ein Theater und einen Konzertsaal . Letzterer wurde am 3.9.1910 (so bei Friedrich von Zglinicki "Der Weg des Films", S. 323) in ein Lichtspieltheater umfunktioniert .
Grosse Beliebtheit erlangt das Kino unter der Direktion von Hans Brodnitz (ab 1922) . Das Publikum wurde durch dessen Ideenreichtum immer wieder überrascht , so waren die Platzanweiserinnen zum Beispiel immer in zum Filmthema passenden Kostümen gekleidet .
Zu einem unrühmlichen Zwischenfall kam es 1928 anlässlich der Aufführung von "Im Westen nichts Neues" , als SA-Grupprn weisse Mäuse in Scharen durchs Kino rennen liessen und die Vorstellung abgebrochen werden musste .
Nach dem Krieg diente der Saal unter dem Namen "Neue Scala" als Allzweckraum , in dem ausser Filmvorführungen auch Varieté- und Revuevorstellungen gegeben wurden . Ab 1951 war er wieder ausschliesslich Filmtheater .
1977 wurde der Spielbetrieb eingestellt und eine Discothek hielt für lange Zeit Einzug . Zur Zeit (2005) wird das gesamte Gebäude unter grossem Medieninteresse als Luxusetablissement saniert und soll an die Aera der "Goldenen 20er" anknüpfen .
Metropol
2003