| NEUE KANT - KINOS |
Berlin - Charlottenburg , Kantstr. 54
| eröffnet: | 1905 |
| geschlossen: | in Betrieb |
| Sitzplätze: | 800 (1918) - 659 (1940) - 617 (1958) |
| Architekt: | Wilhelm Kratz (Umbau 1929 und 1934) - Hans Bielenberg (Umbau 1956) |
| Betreiber: | Rheinische Lichtspiel
AG 1918 Marmorhaus Theater GmbH Siegbert Goldschmidt mind.1920-mind. 1924 Martin Schaps , Arnold Isenheim & Hermann Brandt 1930 Brandt & Deutsch mind.1935-mind. 1967 Reinard Konzack 1980 Studio FT-GmbH , Bremen & München mind.1991-mind.1997 Gerhard Groß & Burkhard Voiges seit 2002 |
Die "Kant-Lichtspiele" wurden laut Bericht in "Filmecho/Filmwoche" 1905 von der Firma Brandt & Deutsch als Kino- und Konzertsaal eröffnet. In anderen Quellen wird allerdings erst 1911 oder 1912 als Kinoeröffnung erwähnt und Brandt&Deutsch erst in den 30er-Jahren als Besitzer aufgeführt.
Der Zugang zu dem im Seitenflügel des Gebäudes gelegenen Raums lief ursprünglich über den Hof. 1929 erwarb man Teile des Vorderhauses, um dort ein Foyer zu integrieren.
Der grosse Saal erhielt 1956 durch Architekt Hans Bielenberg seine heutige Gestalt. Damals wurde der seitliche Rangbalkon abgerissen und eine CinemaScope-Bildwand eingezogen.
Auch inden 70er-Jahren wurde das "Kant" des öfteren für Konzerte genutzt. So setzten "Joy Division" mit ihrem Song "Komakino" dem Haus ein musikalisches Denkmal.1988 entsteht in der ehemaligen Garderobe unterhalb des Saals ein weiterer Saal, dem danach drei weitere Kleinkinos im Vorderhaus folgen .
Nach einer vorübergehenden Schliessung 2001 eröffneten die Betreiber des "Kinos in den Hackeschen Höfen" das Lichtspieltheater mit Unterstützung von Wim Wenders und Produzent Christoph Ott unter den Namen "Neue Kant-Kinos" wieder.
Das Kant programmiert heute (Stand:2006) Arthaus-Filme und hat nach dem Kahlschlag in der Charlottenburger Kinoszene ein weites Zuschauerumfeld.
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