KUR - LICHTSPIELE

Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen), Klosterstraße 12

eröffnet: 1912
geschlossen: 1984
Sitzplätze:
Architekt: Oscar Rosendahl, Düsseldorf (Neubau 1925) - Willfried Nagel (Renovierung 1956)
Betreiber:
Emil Reuber
Rudolf Ufer u. Wilhelm Schmidt
mind.1920-1933
mind.1949-1953
  


Dieses Kino öffnete 1912 als "Union-Theater" seine Pforten.

Am 16. Oktober 1925 wurden dann die „Kur-Lichtspiele" Bad Oeynhausen, ein Neubau des früheren "Union-Theaters", eröffnet. Die Besitzer, Reuber und Schulte, ließen den Bau nach Entwürfen und unter Oberleitung des Architekten Oscar Rosendahl, Düsseldorf, der sich durch eine Reihe von Lichtspieltheaterbauten - u. a. "Modernes Theater" Elberfeld, "Ufa-Palast" Düsseldorf und "Alhambra" Düsseldorf - einen Namen gemacht hatte, ausführen. Das Theater in Oeynhausen, das 550 Personen fasste, war laut der Fachzeitschrift "Der Kinematograph" wohl "eines der schönsten Westdeutschlands. Es war mit allen modernen Neuerungen ausgestattet. Eine Zierde der renommierten Badestadt."   K25979

Nach dem 2. Weltkrieg konnte das Kino weiterspielen. 1953 wurde es von den Alliierten für drei Jahre beschlagnahmt.
Nach vollständiger Renovierung durch Architekt Willfried Nagel konnte Frau Hedy Wefelmeyer die freigegebenen "Kur-Lichtspiele" 1956 wieder eröffnen. Die Geschäftsführung der Kur-Lichtspiele GmbH übernahm der Bielefelder Theaterbesitzer Karl Emil Schulte,  dessen Familie wohl auch schon in den 1920er-Jahren am Kino beteiligt war.. Der Zuschauerraum (500 Plätze) war in dezenten Farben gehalten (rosé und grau). Die von Siemens-Klangfilm eingebauten kinotechnischen Apparaturen gestatteten die Vorführung von Normal- und CinemaScope-Filmen. Die Bildwand des neuzeitlichen Filmtheaters hatte die Ausmaße von maximal 3,50 x 9,00 Meter. Bei der Eröffnung gedachte man insbesondere des Besitzers der Kur-Lichtspiele, Karl Wefelmeyer, der leider noch immer als vermißt galt. N5676

Wegen Zuschauermangels musste das Kino 1984 schließen. Der zugesperrte Saal dämmert aber immer noch hinter einem Schnäppchenmarkt, der das ehemalige Foyer belegt, vor sich hin.


Saal 1956 (Bildquelle: Der Neue Film 76/1956)

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Datum der Erstellung/letztes Update: 30.09.2021